Die Verzinkung der Zaunanlage
schützt vor Korrosion

Verzinkung ist ein Verfahren, bei dem eine dünne Zinkschicht auf ein Metall aufgebracht wird. Dieses Verfahren schützt den Stahl vor Korrosion. Für die Beschichtung von Stahlteilen mit einer Zinkschicht gibt es verschiedene Verfahren:

  • Feuerverzinkung (Schmelztauchverzinkung)
  • Diffusionsverzinkung (Sherardisierung)
  • Mechanische Verzinkung
  • Elektrolytische (galvanische) Verzinkung
  • Zinklamellen (Bindersysteme)

Die verschiedenen Arten der Verzinkung werden in unterschiedlichen Fällen und für unterschiedliche Produktgruppen verwendet. Die Anwendung der einzelnen Verzinkungsmethoden ist stark abhängig von den thermischen und chemischen Bedingungen, die während der Verzinkung herrschen können. Nachfolgend finden Sie detaillierte Informationen zu den einzelnen Verzinkungsmethoden.

Arten der Verzinkung

Feuerverzinkung (Schmelztauchverzinkung)

Bei der Feuerverzinkung wird das zu verzinkende Stahlteil mit einer Zinkschicht überzogen. Der Zinküberzug wird in der Regel durch Eintauchen des Stahlteils in ein spezielles, mit flüssigem Zink gefülltes Bad mit einer Temperatur von ca. 450°C aufgebracht. Eine gründliche und vollständige Abdeckung aller Ecken und Flächen des Metallbauteils spricht eindeutig für diese Methode des Korrosionsschutzes. Trotz des relativ komplizierten Verfahrens wird diese Variante der Verzinkung von den Zaunherstellern, darunter MetalArt, am häufigsten empfohlen.

Diffusionsverzinkung (Sherardisierung)

Die Diffusionsverzinkung besteht aus der Diffusionsverbindung von Zink mit dem Grundmaterial eines Metallteils. Bei dieser Art der Verzinkung werden Metallteile zusammen mit Zinkpulver in einer geschlossenen Drehtrommel auf eine Temperatur von 320°C - 500°C erhitzt. Die so entstandene Zink-Eisen-Legierungsschicht ist sehr ausgeprägt, gleichmäßig und hart und äußerst korrosionsbeständig.
Diese Verzinkungsmethode eignet sich jedoch nicht für die Verzinkung von Zaunsystemen oder Zaunelementen aufgrund der großen Abmessungen der Zaunfelder und/oder Tore.

Elektrolytische (galvanische) Verzinkung

Beim elektrolytischen Verzinken (auch galvanisches Verzinken genannt) werden Metallteile in Zink getaucht, aber im Gegensatz zu anderen Verzinkungsmethoden nicht in eine flüssige Legierung (geschmolzenes Zink), sondern in einen Zinkelektrolyten. In diesem Fall dient das zu verzinkende Metallteil als Kathode, während die Elektrode aus einem Stück Beschichtungsmetall als Anode dient. Die Verzinkung (elektrolytische Verzinkung) hat den Vorteil, dass das Zink sparsam eingesetzt wird und der Zinküberzug gleichzeitig sehr gleichmäßig ist, was sich wiederum aufgrund der sehr glatten Oberflächenstruktur sehr gut für die anschließende Pulverbeschichtung eignet.

Zinklamellen (Binder-Systeme)

Eine Alternative zur mechanischen Verzinkung ist die Bindemittelverzinkung mit Zinklamellen. Nach dem Dispersionsprinzip werden (mindestens) zwei heterogene Stoffe (in der Regel Zink und kleine Aluminiumplättchen) miteinander verbunden. Die beiden Dispersionsstoffe (Bindemittel) sind chemisch aneinander gebunden, können sich aber nicht oder kaum miteinander lösen. Die Zinkflocken werden weiter getrocknet und auf 250°C - 350°C erhitzt. Da diese Verzinkungsmethode zu einer relativ dünnen (4-5 µm) und porenfreien Zinkschicht führt, wird die Bindemittelverzinkung in der Regel zweimal durchgeführt.

Mechanische Verzinkung

Bei der mechanischen Galvanisierung wird Zink (Zinkstaub) in einem Mischer mit Glasperlen kombiniert. Die mechanische Verzinkung erfolgt ohne den Einsatz von Wärme oder Elektrolyten. Diese Beschichtungsmethode wird vor allem für gehärtete Metallteile verwendet, die empfindlich gegen Wasserstoffversprödung sind (z. B. Befestigungsklammern oder Tellerfedern).


Von allen Arten der Verzinkung wird die Feuerverzinkung empfohlen, um das Zaunsystem vor Korrosion zu schützen.

Eine weniger aufwändige Alternative zum komplizierten Feuerverzinken ist das sogenannte Spritzverzinken. Die Spritzverzinkung ist ein Flammspritzverfahren (thermisches Beschichtungsverfahren), bei dem ein Zinkdraht durch eine Flamme oder einen Lichtbogen geschmolzen und dann mit Druckluft auf das Stahlteil aufgebracht wird. Durch das Aufbringen von noch flüssigem Zink auf das Stahlteil bildet sich eine poröse Zinkschicht, die einen ebenso guten Korrosionsschutz wie bei der Feuerverzinkung bieten soll. Im Gegensatz zur Feuerverzinkung ist die Spritzverzinkung nicht mit hohen thermischen Spannungen und möglichen Verformungen des Zinks auf größeren Metalloberflächen verbunden, aber die Zinksubstanz erreicht die inneren und schwer zugänglichen Bereiche des Werkstücks nicht oder nur in geringem Maße. Außerdem kann der so entstandene Zinküberzug durch die hohe innere Deckschicht sehr saugfähig werden, was sich auf den anschließenden Lackierprozess (Pulverbeschichtung) bemerkbar machen kann.

Der relativ hohe Zinkverbrauch und die schwierigen thermischen Bedingungen der Feuerverzinkung werden durch die Präzisionsverzinkung des Stahlteils kompensiert.

Obwohl die Feuerverzinkung, wie bereits erwähnt, ein relativ komplizierter Prozess ist, wird diese zusätzliche Methode des Korrosionsschutzes von den Zaunherstellern immer empfohlen. Die Feuerverzinkung macht einen neu errichteten Zaun, ein Geländer, einen Zaun oder ein Tor wesentlich korrosionsbeständiger und sollte bei optimaler Verzinkung und normalen Witterungsbedingungen mehrere Jahre lang unverändert bleiben.


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